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Aug 24 2018

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Körnerfutter für Zwerghamster

Körnerfutter ist neben dem Frischfutter eine der beiden wichtigsten Komponenten der Zwerghamsterernährung. In der freien Wildbahn ernähren sich Zwerghamster überwiegend von Gras- und Kräutersamen. Der Anteil dieser Samen auf dem täglichen Speiseplan liegt bei dsungarischen und Campbell Zwerghamstern bei etwa 50%, bei Roborowski Zwerghamstern sogar bei 80% (Quelle: www.diebrain.de). In der Natur fressen und sammeln sie quasi alles, was sie finden können. Im Sommer ist die Vielfalt ihrer Nahrung sehr hoch, es gibt eine Vielzahl verschiedener Samen und auch andere Pflanzenteile zu finden. Im Winter ist das Nahrungsangebot deutlich karger und die wilden Zwerghamster ernähren sich zum größten Teil von ihren Vorräten.

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Zwerghamster auf der Futtersuche

In der Heimtierhaltung können die Zwerghamster das ganze Jahr ein vielfältiges Nahrungsangebot genießen. Trotzdem sollten wir uns an der Ernährung ihrer wilden Vorfahren orientieren. Die Körnermischung sollte also zum großen Teil aus Kleinsämereien bestehen, die sich aus den folgenden Anteilen zusammensetzen:

  • Grassamen: Orientiert an der Ernährung der wilden Zwerghamster sollten sie auch bei unseren Heimtieren bis zu 35% der Kleinsämereien ausmachen.
  • Ölsamen: Sie haben einen recht hohen Fettgehalt und sollten deswegen nur einen Anteil bis zu 30% der Kleinsämereien haben.
  • Hirse und Mehlsamen: Etwa 1/3 der Kleinsämereien sollte Hirse und andere Mehlsamen sein.
  • Wildsamen: Samen von Löwenzahn, Klee, Fenchel, Dill, Luzerne und anderen Wildblumen können etwa 1/5 bis 1/3 der Kleinsämereien ausmachen.

Ein kleiner Teil der Körnermischung sollte auch Getreide sein. Hier sind Amaranth, Buchweizen, Emmerweizen, Gerste, Kamut und Roggen für alle Zwerghamster gut geeignet, da sie wenig Stärke, Zucker und Gluten enthalten. Für Roborowski Zwerghamster ist auch Hafer geeignet, bei den anderen Zwerghamsterarten sollte wegen des Diabetesrisikos lieber darauf verzichtet werden. Alle anderen Getreidesorten sollten wenn überhaupt nur in sehr geringem Anteil in der Mischung enthalten sein.

Sofern es Kräuter und Eiweißfutter nicht seperat oder als Leckerchen gibt, werden auch getrocknete Kräuter und Blüten, sowie getrocknete Insekten in kleinen Teilen der Futtermischung hinzugefügt.

Je nach dem Geschmack deines Zwerghamsters, kannst du die Anteile der verschiedenen Zutaten variieren. Es kann auch sein, dass sich die Vorlieben und Bedürfnisse deines Hamsters im Laufe des Jahres verändern. Sollte er plötzlich eine bestimmte Zutat bevorzugen, kannst du den Anteil dieser Zutat erhöhen. Ausnahmen bilden hier natürlich die fetthaltigen Zutaten und Leckerchen.

Das Körnerfutter sollte komplett aus natürlichen Zutaten bestehen. Alle Samen sollten mit Spelzen angeboten werden, um den Zwerghamster auf natürliche Art zu beschäftigen. Getreideflocken sind für junge und gesunde Zwerghamster eher weniger geeignet, bei älteren oder kranken Tieren erleichtern sie die Nahrungsaufnahme aber enorm. Auf gepresste und gepoppte Futterbestandteile sollte verzichtet werden.

Gute Fertigmischungen sind beispielsweise in der Futterkrämerei oder im Futterparadies erhältlich. Beide Shops bieten außerdem die Möglichkeit, das Futter nach eigenem Rezept zu bestellen.

Achte bei dem Körnerfutter auf die Qualität. Es sollte gut riechen und keine Feuchtigkeit entwickeln. Damit alle Vitamine erhalten bleiben und die Ölsamen nicht ranzig werden, solltest du das Futter nicht länger als 3 bis 4 Monate lagern. Zur Aufbewahrung eignen sich am besten geschlossene Gefäße wie beispielsweise Keksdosen oder andere Behältnisse aus Blech. Offene Tüten oder Verpackungen aus Papier oder dünner Pappe bieten keinen Schutz vor Futtermotten und anderen Schädlingen und sind aus diesem Grund nicht geeignet.

 

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Über den Autor

Julia

Pflegestelle und Ansprechpartner für Farbmäuse, Sponsorenbetreuung

Farbmäuse begleiten mich nun schon seit vielen Jahren. Ich möchte mein angesammeltes Wissen und meine Erfahrungen mit anderen Maushaltern und allen Interessierten teilen und so meinen Teil dazu beitragen, einigen Mäusen ein schöneres Leben zu bieten, richtige Informationen zu verbreiten und falsche Haltungsempfehlungen zu verdrängen.

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