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Jan 14 2019

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Unsere Nager des Monats Januar: Die Mongolischen Rennmäuse Luna und Apollo

 

HEUTE HABEN WIR LEIDER KEIN FOTO FÜR EUCH!

(Warum wir kein Foto haben und der Nager des Monats erst jetzt kommt, lest Ihr weiter unten)

Heute berichten wir von unseren Teammitgliedern Luna und Apollo. Die beiden wohnen seit einiger Zeit in Düsseldorf und sind seit kurzem ein Paar. Aber von Anfang an.

Luna haben wir von einer lieben Familie aus Duisburg übernommen, die sich ganz schweren Herzens von ihr trennen musste. Luna hatte beschlossen, sich mit ihrer Freundin nicht mehr zu verstehen. Beide waren gerade ca. vier Monate alt und im besten Flegelalter. Luna zog dann zu uns und lernte recht schnell unsere Mara kennen. Mara war eine ältere Rennmausdame, die sich freute, nochmal einen Jungspund an ihrer Seite zu haben. Es wurde gekuschelt, gespielt und geputzt. Bis zu dem Tag, an dem Mara panisch zu mir kam. Komplett zerbissen. Hatten die beiden abends noch gekuschelt, hatte Luna über Nacht beschlossen, Mara doof zu finden. Wir waren sehr, sehr traurig, zumal Mara einen Schock bekommen hatte und kurz darauf starb.

Luna blieb dann erst einmal eine Weile alleine, um zur Ruhe zu kommen.

Dann durfte sie Joschi kennenlernen. Auch diese Vergesellschaftung lief problemlos. Es wurde wieder gekuschelt, gespielt und geputzt. Bis ich eines Morgens zwei blutende Mäuse vorfand. Wieder hatte Luna offenbar entschieden, dass ihr Partner nicht der richtige für sie ist…

Wir wurden ratlos und der dringende Wunsch, Luna nicht alleine zu lassen und einen geeigneten Partner zu finden vermischte sich mit der Sorge um den potenziell neuen Partner.

Im Sommer zog Apollo in Maushausen ein. Apollo kam aus dem Tierheim Ludwigsburg, wo er schon länger auf ein neues Zuhause gewartet hat.

Apollo ist eine, sagen wir mal, sehr selbstbewusste Maus. Seine Erscheinung sagt schon „Ich bin hier der Boss“. Apollo wird im Februar 2 Jahre alt und ist im besten Rennmausalter.

Wenn einer zu Luna passt, so unsere Meinung, dann er.

So kamen Luna und Apollo ans Trenngitter. Apollo in alter Manier war sehr aufgeregt am Trenngitter. Man könnte auch sagen, aggressiv. Luna ließ sich davon gar nicht beeindrucken und zeigte ihm mehr oder weniger die kalte Schulter.

Wenn die Seiten gewechselt wurden, baute jeder das Nest des anderen um. Nicht aggressiv, aber der Schlafplatz des anderen gefiel einfach nicht.

So saßen die beiden ca. eine Woche am Trenngitter, als ich eines Tages mit einer Portion Dill zu allen kam. Luna schnappte sich ihren Dill direkt und verschwand zum Fressen in einer Röhre. Auf der anderen Seite wurde der Dill ignoriert. Komisch, da Apollo bei Futter nicht widerstehen kann. Ich schaute in seinem Nest nach. Kein Apollo. Ich wackelte an der Korkröhre. Kein Apollo. Langsam sorgte ich mich, weil ich Angst hatte, dass er sich versteckt hatte, weil er krank ist. Ich schaute rüber zu Luna und da saß eine Maus. Nicht grau, nicht schlank, NICHT Luna! Apollo schaute mich mit einem Blick an, der sagt, „Alte, stör nicht!“

Apollo hatte es, wie auch immer, auf die andere Seite geschafft. Seine Anstrengungen müssen enorm gewesen sein, da ich bis heute keine Idee habe, wie er es geschafft hat. Mein Herz rutschte in die Hose. Direkt suchte ich nach Blutspuren, Verletzungen, etc. Ein Alptraum.

Statt Blutspuren kam Luna aus der Röhre. Auch sie schaute mich an, als wolle sie sagen „Ist was?“

Seit dem Tag wird gekuschelt, gespielt, geputzt… Offenbar Liebe auf den ersten Blick!

Wir hoffen inständig, dass es dieses Mal nicht nur Liebe auf den ersten Blick, sondern bis zum Letzten bleibt. Luna ist mittlerweile über ein Jahr alt und dürfte ihr Flegelalter hinter sich gelassen haben.

Warum es kein Foto gibt? Die beiden befinden sich in den Flitterwochen und zeigen sich nur selten. Es wird lieber in einer der Steckmöglichkeiten gekuschelt und gefressen 🙂 Daher hat es auch etwas mit dem Nager des Monats gedauert. Wir hatten die Hoffnung, sie noch anzutreffen…

Eines ist uns ganz wichtig zu erwähnen. Auch wenn die Geschichte lustig, rührend und mit Happy End ist, so lief diese Vergesellschaftung nicht so, wie sie laufen sollte! Rennmäuse sind sehr territorial . Dass die Beiden sich gut verstanden haben und nicht schwer verletzt oder gar getötet haben, war großes Glück! Die Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, dass die Gehege und das Trenngitter absolut ausbruchsicher sind. Auch wir in Maushausen haben dazugelernt!

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Über den Autor

Tanja Zagar

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