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Okt 22 2018

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Winry zum Auftakt der Themenwoche Gesundheit I

Liebe Leute,

nach diesem unglaublich heißen Sommer wird es nun endlich Herbst und der Winter ist auch nicht mehr weit. So Hitze ist für uns Zwerghamster ja echt gar nichts. Bei den aktuellen Temperaturen fühlen wir uns langsam wieder wohler. Ihr Menschen habt das ja gar nicht so gern, oder? Ihr erkältet euch ja immer so schnell. Klar, ich würde ja auch total frieren, wenn ich mein super flauschiges Fell nicht hätte! Versteh ich sowieso nicht, wie ihr mit euren paar Härchen da auf dem Kopf klarkommt… Naja. Unsere wilden Vorfahren sind ja viel kältere Temperaturen gewöhnt als wir hier in unseren Wohnungen haben, und unser Fell ist ja auch schön warm, deshalb erkälten wir Zwerghamster uns nur ganz selten. Dafür sind andere Krankheiten recht häufig. Und genau darum soll es in den kommenden zwei Themenwochen gehen: die häufigsten Krankheiten bei uns Zwerghamstern.

Es ist wichtig, dass du dir das alles schonmal genau durchliest, auch, wenn dein Zwerghamster gar nicht krank ist. Wir sind nämlich Beutetiere und als solche dürfen wir natürlich keine Schwäche zeigen. Das wäre ja fatal! Deshalb sind wir wahre Künstler darin, Krankheiten zu verstecken, auch, wenn es uns vielleicht schon sehr schlecht geht. Als verantwortungsvoller Halter willst du natürlich nur das Beste für deinen Zwerghamster. Und eigentlich leben wir ja auch alle in Sicherheit und werden nicht erbeutet. Aber ein Verhalten, das so tief in unseren Wurzeln verankert ist, kann man eben nicht einfach so ablegen. Und außerdem kann man ja nie wissen, ob nicht doch mal was passiert. Vorsicht ist ja bekanntlich besser als Nachsicht. Es ist also sehr wichtig, dass du schon auf die kleinsten Anzeichen einer möglichen Krankheit reagierst. Das fällt dir bestimmt viel leichter, wenn du weißt, worauf du achten sollst. Deshalb solltest du die Artikel über die verschiedenen Krankheiten auch lesen, wenn sie deinen Hamster aktuell nicht betreffen und einfach im Hinterkopf behalten. Im Ernstfall kannst du ja dann nochmal genau nachlesen.

Das ist mein Nachbar Hak.

Morgen starten wir erstmal mit Übergewicht bei Zwerghamstern und verraten dir, was du tun kannst, damit dein Zwerghamster etwas abspeckt. Ich bin natürlich rank und schlank, schließlich bin ich ein hübsches Zwerghamstermädchen! Aber mein Nachbar, der Hak, der war immer ganz speckig. Er hat immer mehr als doppelt so viel gewogen wie ich, kannst du dir das vorstellen? Na gut, er ist auch ein Stückchen größer, aber so viel auch wieder nicht… Er hat aber mit der Methode, die wir dort ausgearbeitet haben, wirklich gut abgenommen und ist jetzt ein richtig attraktiver Kerl. Ich wünschte, ich dürfte ihn mal treffen.

Mittwoch werden wir dir erklären, wie du einen Urinteststreifen bei deinem Zwerghamster verwenden kannst. Damit kannst du nämlich feststellen, ob dein Hamster eine Blasenentzündung oder Diabetes hat. Damit wären wir dann auch schon beim vierten und fünften Tag. Blasenentzündungen haben wir leider relativ oft, deshalb ist es immer gut, wenn du darauf achtest. Das ist schließlich total unangenehm! Und für Diabetes sind wir auch ziemlich anfällig, weil wir diese ganze nährstoffreiche Nahrung gar nicht gewohnt sind. Zucker können wir schon gar nicht vertragen, auch, wenn süße Sachen noch so lecker sind.

Samstag und Sonntag werden wir dich noch über die Nassschwanzkrankheit und die Gebärmutterentzündung informieren. Die Nassschwanzkrankheit tritt meist bei ganz jungen Zwerghamstern auf, die zu früh von der Mutter getrennt wurden. Aus dem Alter bin ich ja schon lange raus, da bleibe ich also hoffentlich von verschont 😀 Aber vor einer Gebärmutterentzündung habe ich ehrlich gesagt ziemlich Angst. Bisher war ich noch nie krank, aber das kann sich natürlich jederzeit ändern. Ich hoffe, Julia bemerkt es dann ganz schnell und kann mir sofort helfen. 

Die Artikel sollen natürlich nicht nur dazu da sein, dass du weißt, auf welche Symptome du möglicherweise achten sollst, sondern sie sollen dir auch ein Ratgeber sein, wenn dein Zwerghamster bereits erkrankt ist. Viele Tierärzte kennen sich mit uns leider nicht so gut aus, weil wir so klein sind und nicht so viele Leute mit uns zum Tierarzt gehen. Deshalb ist es gut, wenn du vor dem Tierarztbesuch schonmal über die mögliche Krankheit deines Zwerghamsters informiert bist, weißt, was er tun sollte und ihn auf bestimmte Medikamente oder Behandlungsansätze ansprechen kannst. Auch die Dosierungsangaben der Medikamente dienen lediglich zur Kontrolle, da sich viele Ärzte nicht die Mühe machen, die Dosierung genau auszurechnen. Sie sagen dann einfach, du sollst deinem Zwerghamster einen Tropfen geben, obwohl die genaue Dosierung eigentlich sehr wichtig ist. Selbstverständlich sollen dich die Angaben nicht zu einer eigenständigen Medikamentengabe anregen. Wenn du das Gefühl hast, dein Hamster könnte krank sein, bringe ihn auf jeden Fall zu einem (möglichst hamsterkundigen) Tierarzt!

Auch, wenn die Themen diese Woche nicht so angenehm sind und ich mich sehr freue, dass ich bisher keine der Krankheiten am eigenen Leib erleben musste, freue ich mich wie immer auf eine informative Woche mit dir!

Herzliche Grüße

eure Winry

 

 

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Über den Autor

Julia

Pflegestelle und Ansprechpartner für Farbmäuse, Sponsorenbetreuung

Farbmäuse begleiten mich nun schon seit vielen Jahren. Ich möchte mein angesammeltes Wissen und meine Erfahrungen mit anderen Maushaltern und allen Interessierten teilen und so meinen Teil dazu beitragen, einigen Mäusen ein schöneres Leben zu bieten, richtige Informationen zu verbreiten und falsche Haltungsempfehlungen zu verdrängen.

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